Puralpina: alpine Naturkosmetik aus dem Berner Oberland
Puralpina ist eine Schweizer Marke für kosmetische Mittel. Hergestellt wird im Berner Oberland, angewendet wird äusserlich auf der Haut. Bei Sanasis führen wir die Murmeli-Linie der Marke: vier Kräutersalben und zwei Öle. Kosmetische Mittel sind keine Lebensmittel und nicht zum Verzehr bestimmt.
1992 fing alles mit einer einzigen Salbe an
Andreas Schmid stellte 1992 die erste wärmende Murmeli-Kräutersalbe her. Gearbeitet wurde in einem Kuhstall, den er zu einem einfachen Produktionsraum umgebaut hatte. Bis 2016 entstand dort alles, was die Marke verliess. Heute führen seine Söhne Silvan und Reto Schmid das Unternehmen in zweiter Generation.
Die Grundsätze sind seit dem ersten Tiegel dieselben: keine künstlichen Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe, einheimische Rohstoffe wo immer möglich, viel Handarbeit. Der Markenname fasst das in zwei Silben zusammen, pur und alpin.
Für ein Kosmetikunternehmen ist diese Herkunft ungewöhnlich. Die meisten Pflegemarken beginnen mit einer Rezeptur. Hier stand am Anfang ein Rohstoff, den es in der Region ohnehin gab.
Rohstoffe, die bei der Jagd anfallen
Die Fettgrundlage der Kräutersalben besteht nicht aus einem einzigen Fett. Neben Murmeltieröl stehen Gemsfett, Hirschfett und Dachsfett im Verzeichnis der Zutaten, dazu pflanzliche Öle wie Olivenöl. Diese tierischen Fette stammen aus der Jagd, nicht aus der Tierhaltung.
Das ist mehr als eine Herkunftsangabe, es bestimmt die Verfügbarkeit. Die Jagd ist in der Schweiz kantonal geregelt und findet in einem kurzen Zeitfenster im Spätsommer und Frühherbst statt. Der Rohstoff fällt also an oder eben nicht. Bestellen lässt er sich nicht.
Daraus folgt eine Eigenschaft, die man den Tiegeln ansieht. Farbe und Geruch weichen von Charge zu Charge leicht ab, weil tierisches Fett und pflanzliche Auszüge Naturstoffe sind. Das ist keine Schwankung in der Qualität, sondern eine Folge der Machart. Die vollständigen Angaben zu den Zutaten stehen im eigenen Feld auf jeder Produktseite.
Salbe, Öl und Balsam verhalten sich verschieden
Eine Fettsalbe enthält kein Wasser. Sie besteht aus Fetten und Ölen, in die pflanzliche Auszüge eingearbeitet sind. In den Bergen war das keine Stilfrage, sondern eine Frage der Haltbarkeit: Eine wasserfreie Zubereitung verdirbt langsamer und braucht keine Kühlung. Ein Massageöl ist flüssig und gleitet länger, bevor es einzieht. Ein Balsam liegt dazwischen; Wachs stellt ihn fester, deshalb wird er in kleinen Behältnissen für Lippen oder Hände angeboten.
Als Salben stehen die Murmeli Kräutersalbe «wärmend» 100ml und die kleinere Murmeli Kräutersalbe «wärmend» 50ml zur Auswahl, dazu die Murmeli Kräutersalbe «kühlend» 100ml und die Murmeli Kräutersalbe «kühlend» 50ml. Als Öle führen wir das Murmeli-Massageöl «wärmend» und das Öl Marmotte. Eine ausführliche Warenkunde zu dieser Linie steht in der Kategorie Murmeli Produkte.
«Wärmend» und «kühlend» meinen ein Hautgefühl
Die beiden Salben unterscheiden sich nicht in der Fettgrundlage, sondern im Kräuterauszug. Die Haut besitzt eigene Sinneszellen für Wärme und für Kälte. Einige Pflanzenstoffe sprechen diese Zellen an, ohne dass sich die Hauttemperatur ändert. Übrig bleibt ein Empfindungseindruck an der Hautoberfläche. Mehr sagen die beiden Wörter nicht aus.
«Naturkosmetik» ist kein geschützter Begriff
Das Wort Naturkosmetik steht in keiner Verordnung. Es ist eine Selbstbeschreibung, hinter der je nach Anbieter etwas anderes steht. Verbindlich sind dagegen die Stofflisten: Artikel 54 LGV erklärt die Anhänge der EU-Kosmetikverordnung für anwendbar. Sie regeln, welche Stoffe verboten sind und welche nur unter Auflagen verwendet werden dürfen. Das gilt für jedes kosmetische Mittel, ob es sich naturnah nennt oder nicht.
Was eine Marke deshalb aussagekräftig macht, sind konkrete Angaben statt Etiketten. Bei Puralpina sind das der Verzicht auf künstliche Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe sowie die Herkunft der Rohstoffe. Nachprüfen lässt sich beides am Verzeichnis der Zutaten, das jede Verpackung tragen muss.
Was ein kosmetisches Mittel aussagen darf
Artikel 53 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung, SR 817.02, umschreibt kosmetische Mittel abschliessend. Genannt sind sowohl die Körperteile, mit denen sie in Berührung kommen dürfen, als auch die Zwecke:
- Haut, Behaarungssystem, Nägel, Lippen, äussere intime Regionen sowie Zähne und Schleimhäute der Mundhöhle.
- Reinigen, Parfümieren, das Aussehen verändern, schützen, in gutem Zustand halten oder den Körpergeruch beeinflussen.
Was dort nicht steht, ist kein kosmetischer Zweck. Das betrifft alles, was unter der Haut liegt. Wird ein Erzeugnis mit einer Wirkung auf solche Bereiche angepriesen, verlässt es das Kosmetikrecht. Nach Artikel 4 des Heilmittelgesetzes, SR 812.21, genügt dafür bereits das Anpreisen. Deshalb beschreibt diese Seite Herkunft, Machart und Hautgefühl, aber keine Anwendungsgebiete.
| Marke | Puralpina |
| Herkunft | Berner Oberland, Schweiz |
| Erste Salbe | 1992, wärmende Murmeli-Kräutersalbe |
| Rechtliche Einordnung | Kosmetische Mittel nach Art. 53 LGV, keine Lebensmittel |
| Tierische Rohstoffe | Murmeltieröl, Gemsfett, Hirschfett, Dachsfett aus der Jagd |
| Formen bei Sanasis | Vier Kräutersalben (50 ml und 100 ml), zwei Öle |
| Zutaten | Im separaten Feld der jeweiligen Produktseite |
Hinweise zur Anwendung
Nur zur äusseren Anwendung. Nicht zum Verzehr geeignet.
Nicht auf verletzte oder gereizte Haut auftragen.
Bei empfindlicher Haut vor der ersten Anwendung eine kleine Menge an einer unauffälligen Stelle auftragen und abwarten.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG. Zuletzt geprüft am 12.08.2026.