Aminosäuren – Produkte & Stoffgruppe
Diese Kategorie bündelt die Aminosäure-Produkte von Sanasis – von einzelnen Aminosäuren wie L-Tryptophan oder L-Arginin bis zu Kombinationen wie SanAmino® und MAP® 2.0. Aminosäuren sind eine chemisch definierte Stoffgruppe: Sie bilden die Bausteine, aus denen Proteine aufgebaut sind.
Was Aminosäuren chemisch sind
Aminosäuren sind organische Moleküle, die zwei charakteristische Gruppen tragen: eine Aminogruppe (–NH2) und eine Carboxylgruppe (–COOH). Beide hängen bei den proteinbildenden Vertretern am selben Kohlenstoffatom, dem sogenannten α-C-Atom – daher der Name «α-Aminosäuren». Was die einzelnen Aminosäuren voneinander unterscheidet, ist allein der vierte Substituent an diesem Kohlenstoff: die Seitenkette. Sie kann klein und unpolar sein (Glycin, Alanin), einen Schwefel enthalten (Cystein, Methionin), einen Ring tragen (Phenylalanin, Tryptophan) oder sauer beziehungsweise basisch reagieren (Glutaminsäure, Lysin).
Bis auf Glycin sind alle proteinbildenden Aminosäuren chiral, das heisst sie kommen in zwei spiegelbildlichen Formen vor. In Proteinen von Pflanzen, Tieren und Menschen findet sich praktisch ausschliesslich die L-Form. Deshalb tragen die Bezeichnungen auf Etiketten in der Regel das Präfix «L-», etwa L-Glutamin oder L-Tryptophan. Über eine Peptidbindung – die Carboxylgruppe der einen und die Aminogruppe der nächsten Aminosäure verbinden sich unter Abspaltung von Wasser – entstehen Ketten: kurze heissen Peptide, lange Proteine.
Essenziell, bedingt essenziell, nicht essenziell
Zwanzig Aminosäuren werden beim Aufbau von Proteinen nach dem genetischen Code eingebaut; sie heissen proteinogen. Die übliche Einteilung dieser zwanzig folgt nicht der Chemie, sondern der Frage, ob der menschliche Stoffwechsel sie selbst herstellen kann:
- Essenziell: Neun Aminosäuren kann der Körper nicht selbst bilden; sie werden mit der Nahrung aufgenommen.
- Bedingt essenziell: Diese Aminosäuren stellt der Organismus grundsätzlich selbst her – in bestimmten Lebensphasen oder Situationen kann die Eigensynthese jedoch hinter dem Bedarf zurückbleiben.
- Nicht essenziell: Sie werden im Stoffwechsel aus anderen Bausteinen aufgebaut.
Neben den proteinogenen Aminosäuren gibt es nicht-proteinogene Vertreter und Abkömmlinge, die nicht in Proteine eingebaut werden. Dazu zählt beispielsweise L-Carnitin, eine quartäre Ammoniumverbindung, die der Körper aus Lysin und Methionin bildet, oder Ornithin und Citrullin aus dem Harnstoffzyklus.
Gebundene und freie Aminosäuren
In Lebensmitteln liegen Aminosäuren fast immer gebunden vor – als Bestandteil von Proteinen in Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen, Eiern, Fisch, Fleisch oder Milchprodukten. Nahrungsergänzungsmittel arbeiten dagegen meist mit freien Aminosäuren: isolierten, nicht in eine Peptidkette eingebundenen Molekülen in definierter Menge je Portion.
Gewonnen werden solche freien Aminosäuren heute überwiegend durch Fermentation – Mikroorganismen wandeln pflanzliche Kohlenhydratquellen wie Mais- oder Zuckerrübenmelasse um, das Produkt wird anschliessend isoliert und gereinigt. Daneben sind enzymatische Hydrolyse pflanzlicher Proteine und chemische Syntheseverfahren gebräuchlich. Für bessere Löslichkeit oder Stabilität werden Aminosäuren teils als Salz eingesetzt; ein Beispiel ist die Verbindung von L-Arginin mit Alpha-Ketoglutarat, kurz AAKG.
Die Aminosäure-Produkte von Sanasis
Das Sortiment dieser Kategorie gliedert sich in Kombinationspräparate mit mehreren Aminosäuren und Einzelpräparate, bei denen eine bestimmte Aminosäure oder ein Abkömmling im Mittelpunkt steht.
Kombinationen mehrerer Aminosäuren
- SanAmino® – die Basisrezeptur der Sanasis-Eigenmarke.
- SanAmino® sport & power – die zweite Rezeptur der Reihe mit eigener Zusammenstellung.
- VegiPearls® SanAmino® und VegiPearls® SanAmino® sport & power – die beiden Linien in der VegiPearls®-Darreichungsform.
- MAP® 2.0 – Präparat mit freien Aminosäuren.
Einzelne Aminosäuren und Abkömmlinge
- L-Tryptophan – essenzielle Aminosäure mit aromatischem Indolring in der Seitenkette.
- L-Arginin Alpha Ketoglutarat «AAKG» – die basische Aminosäure L-Arginin, gebunden an Alpha-Ketoglutarat.
- L-Carnitin – nicht-proteinogener Abkömmling, den der Körper aus Lysin und Methionin bildet.
Welche Aminosäuren in welcher Menge je Tagesportion enthalten sind, steht in der Deklaration auf der jeweiligen Produktseite und auf der Verpackung.
Darreichungsformen im Überblick
- Pulver: flexibel dosierbar, wird in Wasser oder einem anderen Getränk angerührt. Der Eigengeschmack freier Aminosäuren ist je nach Seitenkette bitter bis leicht süsslich.
- Kapseln und Tabletten: geschmacksneutral in der Einnahme und portionsgenau vordosiert.
- VegiPearls®: kleine Perlen als eigene Darreichungsform der Sanasis-Eigenmarke.
Einordnung und Kennzeichnung
Aminosäure-Präparate gelten in der Schweiz als Nahrungsergänzungsmittel und unterstehen damit dem Lebensmittelrecht (LGV, LIV und Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel). Zulässige Stoffe, Höchstmengen und die Pflichtangaben auf der Packung sind dort geregelt. Massgeblich für die Einnahme ist immer die auf der jeweiligen Verpackung angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge.
Bei Fragen zu einzelnen Produkten dieser Kategorie erreichen Sie unser Team unter info@sanasis.ch.
Pflichthinweise
- Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
- Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden.
- Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG · zuletzt aktualisiert am 04.08.2026.