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Diese Themenkategorie bündelt die Algen-Produkte von Sanasis: Chlorella und Spirulina als Presslinge, Pulver und Flakes sowie Algenöl und Erzeugnisse aus der Blutregenalge. Auf dieser Seite geht es um die Organismen selbst – ihre Einordnung, ihre Kultivierung und den Weg vom Kulturbecken zur fertigen Darreichungsform.
Was Algen sind
«Algen» ist keine botanische Verwandtschaftsgruppe, sondern ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Organismen, die Photosynthese betreiben, aber weder Wurzeln noch Spross oder Blätter ausbilden. Man unterscheidet grob zwei Gruppen: Makroalgen – die mit blossem Auge sichtbaren Meeresalgen wie Nori, Kombu oder Wakame – und Mikroalgen, mikroskopisch kleine Einzeller, die in Süss-, Salz- und Brackwasser vorkommen.
In der Lebensmittelherstellung dominieren die Mikroalgen. Sie lassen sich in kontrollierten Kulturanlagen vermehren, ernten und trocknen; das getrocknete Zellmaterial ist die Rohware für Pulver und Presslinge. Eine Sonderstellung nehmen ölliefernde Mikroalgen ein: Bei ihnen wird nicht die ganze Zelle verzehrt, sondern nur das aus ihr gewonnene Öl.
Chlorella – die Süsswasser-Grünalge
Chlorella vulgaris ist eine einzellige Grünalge (Chlorophyta) mit kugeliger Zellform und einem Durchmesser von rund 2 bis 10 Mikrometern – etwa der Grösse eines roten Blutkörperchens. Ihren Namen verdankt sie dem Chlorophyll, dem grünen Blattfarbstoff, der ihr die kräftig dunkelgrüne Färbung gibt. Chlorella vermehrt sich ungeschlechtlich durch Teilung: Aus einer Mutterzelle entstehen mehrere Tochterzellen, die die Zellwand sprengen und freigesetzt werden.
Kultiviert wird Chlorella in Süsswasser – entweder in offenen Becken mit Umwälzung oder in geschlossenen Photobioreaktoren aus Glas- und Kunststoffröhren. Nach der Ernte wird die Biomasse abgetrennt, gewaschen und getrocknet. Ein technischer Zwischenschritt ist der Zellwandaufschluss: Die Zellwand der Chlorella besteht aus zellulosehaltigem Material und ist mechanisch sehr stabil; sie wird deshalb üblicherweise durch Druck- oder Prallverfahren aufgebrochen, bevor das Pulver weiterverarbeitet wird.
Aus dem getrockneten Pulver entstehen die beiden gängigen Handelsformen. Das reine Chlorella Vulgaris premium «Pulver» lässt sich frei dosieren und in Wasser, Säfte oder Speisen einrühren. Für die Anwendung unterwegs werden die Bio Chlorella «Tabletten» 100g aus demselben Pulver zu Presslingen verdichtet.
Spirulina – botanisch ein Cyanobakterium
Spirulina wird im Handel zu den Algen gezählt, gehört systematisch aber zu den Cyanobakterien (früher «Blaualgen»). Das ist ein wesentlicher Unterschied: Cyanobakterien sind Prokaryoten, ihre Zellen besitzen also keinen Zellkern und keine abgegrenzten Chloroplasten. Die verwendete Art ist meist Arthrospira platensis. Sie bildet keine Einzelzellen, sondern mehrzellige Fäden (Trichome), die sich charakteristisch schraubig winden – daher der Name.
Mit 0,2 bis 0,5 Millimetern Fadenlänge ist Spirulina deutlich grösser als Chlorella und lässt sich schon mit feinen Sieben aus dem Wasser filtern, statt aufwendig zentrifugiert werden zu müssen. Ihre Zellwand besteht aus Murein und ist weich, ein Aufschlussverfahren entfällt. Neben Chlorophyll enthält Spirulina den blauen Farbstoff Phycocyanin; die Mischung beider Pigmente ergibt den typisch blaugrünen Farbton.
Ihr natürlicher Lebensraum sind warme, stark alkalische und mineralreiche Seen mit pH-Werten um 9 bis 11 – Bedingungen, unter denen kaum konkurrierende Organismen wachsen. Genau dieses Milieu wird in den Kulturbecken nachgebildet. Nach dem Filtrieren wird die Biomasse schonend getrocknet und je nach gewünschter Form vermahlen oder verpresst. Sanasis führt Spirulina als feines Spirulina Premium «Pulver» und als grob getrocknete Spirulina Premium «Flakes», die sich über Speisen streuen lassen.
Algenöl aus ölbildenden Mikroalgen
Nicht jede Mikroalge wird als ganze Zelle verzehrt. Arten der Gattung Schizochytrium lagern in ihren Zellen Fett ein und bilden dabei die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure). Genau diese Fettsäuren sind auch der Grund, weshalb sie im Meer über die Nahrungskette in Fischen ankommen: Fische bilden sie nicht selbst, sondern nehmen sie mit ihrer Nahrung auf. Algenöl setzt eine Stufe früher an, bei der ursprünglichen Quelle.
Die Kultivierung erfolgt nicht im offenen Meer, sondern in geschlossenen Fermentern unter definierten Bedingungen; die Algen wachsen dort auf einem Nährmedium heran. Nach der Ernte wird das Öl aus der Biomasse gewonnen und gereinigt. Da der Prozess vom Meer entkoppelt ist, ist er unabhängig von Fangmengen und wird rein pflanzlich geführt. Sanasis bietet Algenöl als flüssiges Omega 3 Algenöl «Zitrone» sowie in Kapselform als Omega 3 «Vegan» an.
Astaxanthin aus der Blutregenalge
Ein weiterer Algenrohstoff ist Astaxanthin, ein rotes Carotinoid aus der Süsswasser-Grünalge Haematococcus pluvialis. Die Alge lebt normalerweise grün und beweglich. Werden die Bedingungen ungünstig – etwa bei starkem Licht oder Nährstoffmangel –, zieht sie sich in ein Dauerstadium zurück, bildet eine dicke Zellwand und lagert Astaxanthin ein. Die Kultur färbt sich dabei tiefrot, was der Alge ihren deutschen Namen eingebracht hat. Dasselbe Carotinoid verleiht Lachs, Krill und Flamingos ihre Färbung.
Für die Verarbeitung wird die Alge in dieses Ruhestadium überführt, geerntet, die Zellwand aufgeschlossen und das Astaxanthin als Oleoresin extrahiert. In dieser Kategorie finden Sie es im VegAstin® 8mg sowie im Liposomalen Astaxanthin plus, bei dem der Rohstoff in eine liposomale Trägerformulierung eingebettet ist.
Darreichungsformen im Überblick
- Presslinge / Tabletten: getrocknetes Algenpulver, zu kleinen Presslingen verdichtet. Praktisch für die Anwendung unterwegs, exakt abzählbar und geschmacklich zurückhaltend.
- Pulver: die unverpresste Rohform. Frei dosierbar und einrührbar in Wasser, Säfte, Smoothies oder kalte Speisen; der Algengeschmack ist deutlicher wahrnehmbar.
- Flakes: gröber getrocknete Spirulina-Bruchstücke zum Streuen über Salate, Suppen oder Bowls.
- Öl und Ölkapseln: nur bei ölbildenden Mikroalgen. Das Öl ist licht- und sauerstoffempfindlich und wird deshalb dunkel und nach dem Öffnen gekühlt aufbewahrt.
Weitere Gebindegrössen und Varianten dieser Kategorie: Bio Chlorella «Tabletten» 350g, Chlorella Vulgaris premium 350g, Spirulina Premium «Tabletten» 350g und Bio Spirulina «Tabletten» 500g.
Herkunft, Bio-Anbau und Prüfung
Mikroalgen nehmen aus ihrem Kulturwasser auf, was darin gelöst ist. Wasserqualität, Anlagenbauweise und Standort bestimmen deshalb massgeblich die Qualität der Rohware – mehr noch als bei Landpflanzen. Für die Sanasis-Algenprodukte gelten dieselben Grundsätze wie für das übrige Sortiment:
- Bio-Qualität: Die mit «Bio» gekennzeichneten Artikel stammen aus zertifizierter biologischer Erzeugung mit entsprechend kontrollierter Kulturführung.
- Kontrollierte Kulturanlagen: geschlossene oder überwachte Becken statt Wildsammlung aus offenen Gewässern.
- Chargenanalytik: Jede Charge wird vor der Freigabe im Labor auf Reinheit und Spezifikation geprüft.
- Schonende Trocknung: Die Trocknung erfolgt temperaturkontrolliert, damit Farbe und Struktur der Biomasse erhalten bleiben.
Aufbewahrung
Algenpulver und Presslinge werden trocken, dunkel und gut verschlossen gelagert; Licht und Feuchtigkeit setzen den Pigmenten zu. Algenöl gehört ebenfalls ins Dunkle und nach dem Anbruch in den Kühlschrank. Die Angaben auf der jeweiligen Verpackung sind massgeblich.
Fragen zum Sortiment
Sie sind unsicher, welche Darreichungsform oder Gebindegrösse für Ihren Bedarf passt? Unser Team beantwortet Ihre Fragen zu Herkunft, Verarbeitung und Verfügbarkeit gerne unter info@sanasis.ch. Fachkund:innen sehen nach Anmeldung ihre gestaffelten Fachpreise.
Pflichthinweise
- Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
- Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden.
- Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG · zuletzt aktualisiert am 04.08.2026.