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Wasser: Stoff, Warenarten und Sortiment
Wasser ist eine chemische Verbindung aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom, Formel H2O. Das Molekül ist gewinkelt und dadurch elektrisch zweipolig. Aus diesem Bau folgen seine auffälligen Eigenschaften: die Fähigkeit, Salze zu lösen, die hohe Wärmekapazität und die Dichteanomalie. Diese Themenseite ordnet den Stoff ein und führt zu den Geräten und Zubereitungen unseres Sortiments.
Warum das Molekül zwei Pole hat
Die beiden Wasserstoffatome sitzen nicht gegenüber, sondern in einem Winkel von rund 104,5 Grad zueinander. Der Sauerstoff zieht die gemeinsamen Elektronen stärker an als der Wasserstoff. Dadurch trägt die Sauerstoffseite eine leicht negative, die Wasserstoffseite eine leicht positive Teilladung. Ein Molekül mit zwei solchen Ladungsschwerpunkten heisst Dipol.
Benachbarte Wassermoleküle richten sich deshalb aneinander aus. Zwischen ihnen entstehen Wasserstoffbrücken, also schwache, ständig neu geknüpfte Bindungen. Sie erklären, weshalb Wasser für ein so kleines Molekül erst bei 100 Grad Celsius siedet und viel Wärme aufnimmt, bevor es sich merklich erwärmt.
Lösungsmittel und Dichteanomalie
Trifft ein Salzkristall auf Wasser, lagern sich die Dipole an die geladenen Bausteine an und umhüllen sie. Diese Hülle schirmt die Ladungen voneinander ab, und der Kristall zerfällt. Deshalb löst Wasser Salze, Zucker und Säuren gut, Fette und Öle dagegen kaum.
Die Dichteanomalie ist die zweite Folge. Fast alle Stoffe werden beim Abkühlen dichter. Wasser erreicht seine grösste Dichte bereits bei knapp 4 Grad Celsius und wird darunter wieder leichter. Eis hat eine geringere Dichte als flüssiges Wasser und schwimmt deshalb obenauf.
Drei Warenarten des Schweizer Rechts
Trinkwasser, Quellwasser und natürliches Mineralwasser sind keine Synonyme, sondern eigene, je eigens umschriebene Warenarten. Trinkwasser ist in der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV, SR 817.022.11) geregelt; die Verordnung des EDI über Getränke (SR 817.022.12) nimmt es in Artikel 1 Absatz 2 ausdrücklich von ihrem Geltungsbereich aus.
Natürliches Mineralwasser ist nach Artikel 5 Absatz 1 der Getränkeverordnung mikrobiologisch einwandfreies Wasser, das seinen Ursprung in einer unterirdischen Schicht oder Lagerstätte hat und aus einer oder mehreren Quellen gewonnen wird. Artikel 8 lässt keine Behandlung und keinen Zusatz zu; erlaubt sind nur wenige benannte Ausnahmen wie Filtrieren oder das Verändern des Kohlendioxidgehalts. Desinfektionsbehandlungen jeder Art sind verboten.
Quellwasser ist nach Artikel 12 Wasser unterirdischer Herkunft, das unter Wahrung seines ursprünglichen Zustands vermarktet wird. Es muss die für Trinkwasser geltenden Anforderungen erfüllen. Artikel 15 Absatz 1 bestimmt zudem, dass seine Etikette weder Angaben zur Zusammensetzung der Quelle noch gesundheitsbezogene Angaben tragen darf.
Härte und ihre Einheiten
Die Härte beschreibt, wie viel Calcium und Magnesium im Wasser gelöst ist. Angegeben wird sie in Millimol je Liter oder in Härtegraden. In der Schweiz ist der französische Härtegrad üblich: Ein Grad entspricht 10 Milligramm Calciumcarbonat je Liter. Der in Deutschland gebräuchliche deutsche Härtegrad rechnet mit 10 Milligramm Calciumoxid je Liter und ist rund 1,8-mal so gross. Die Härte am eigenen Wohnort erfahren Sie beim Wasserversorger. Sie bestimmt, wie rasch sich Kalk absetzt und wie lange eine Filterkartusche hält.
Das Sortiment
Filtern und mineralisieren. Das SanaQuell Tischgerät und die SanaQuell Karaffe arbeiten ohne Strom. Ihre Kartuschen verbinden eine Aktivkohlestufe mit mineralischen Medien; die Karaffenkartusche führt nach Herstellerangabe zusätzlich ein Ionenaustauscherharz. Als Verbrauchsteile gibt es die Ersatzfilterpatrone, das 3er Set und den Karaffen-Ersatzfilter. Der Hersteller nennt für die Tischgerätpatrone rund vier Monate oder 3000 Liter, für die Karaffenkartusche rund 400 Liter.
Wasserstoff erzeugen. Drei Geräte spalten Wasser durch Elektrolyse an einer Membran. Der AquaVolta® H2 Turbo 3.0 ist die tragbare Ausführung, der Pulmovolta® Cavallo 1000 und der Pulmovolta® Highdrogen® H2K 3000 sind Standgeräte mit höherer Gasmenge. Es sind Wellness- und Lifestyle-Geräte, keine Medizinprodukte.
Dem Wasser etwas zusetzen. Hierher gehören die Chlordioxid-Lösung in den Gebinden 120 ml, 250 ml und 500 ml sowie Kolloidales Silber 100. Beides sind Biozidprodukte, keine Lebensmittel.
Objekte der Marke Blue Earth. Die Vitalisierer Vita Blue 13 und Vita Blue 32 aus Edelstahl kommen ohne Filter und ohne Strom aus, das Gerät «Health 5.0» fasst bis zu 5 Liter. Dazu die versiegelten Objekte Energie Ei «gross», Energie Ei «klein», Wachtelei und Lumi'Sa sowie Vita Earth für den Garten. Die vom Hersteller beschriebenen Frequenz- und Bovis-Konzepte sind seine eigenen; unabhängig bestätigt sind sie nicht.
| Summenformel | H2O |
| Bindungswinkel | rund 104,5 Grad, Molekül gewinkelt |
| Schmelz- und Siedepunkt | 0 °C und 100 °C bei Normaldruck |
| Grösste Dichte | bei knapp 4 °C |
| Härteeinheiten | mmol/l · französischer Härtegrad · deutscher Härtegrad |
| Warenarten | Trinkwasser · Quellwasser · natürliches Mineralwasser |
Häufige Fragen
Was unterscheidet Quellwasser von natürlichem Mineralwasser?
Die Anforderungen an die Quelle und an die Kennzeichnung. Beide stammen aus unterirdischer Herkunft. Nur beim natürlichen Mineralwasser verlangt die Getränkeverordnung eine gleichbleibende Zusammensetzung und eine amtlich geprüfte geologische Charakteristik.
Warum schwimmt Eis auf dem Wasser?
Wegen der Dichteanomalie. Beim Gefrieren ordnen sich die Moleküle in ein weitmaschiges Gitter, das mehr Raum braucht. Eis ist deshalb leichter als flüssiges Wasser gleicher Menge.
Wie oft muss eine Filterkartusche gewechselt werden?
Nach Durchsatz oder Zeit, je nachdem was zuerst eintritt. Der Hersteller nennt für die SanaQuell-Tischgerätpatrone rund vier Monate oder 3000 Liter. Hartes Wasser verkürzt die Standzeit.
Sind die Geräte dieser Kategorie Medizinprodukte?
Nein. Es handelt sich um technische Haushaltsgeräte und um Biozidprodukte zur Wasserbehandlung. Eine Zulassung als Medizinprodukt oder Arzneimittel besteht für keines davon.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG. Zuletzt geprüft am 13.08.2026.