Silicium und Kieselsäure – das Mineral und seine Formen
Silicium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste. In Nahrungsergänzungsmitteln begegnet es in mehreren Formen – als Kieselsäure, als Kieselerde oder als Pflanzenextrakt. Auf dieser Seite geht es um das Mineral selbst und darum, wie sich diese Formen unterscheiden. Das konkrete Produkt finden Sie weiter unten.
Was ist Silicium?
Silicium (chemisches Zeichen Si) ist ein Halbmetall. In reiner Form kommt es in der Natur nicht vor – es ist immer an Sauerstoff gebunden, meist als Siliciumdioxid oder in Silikatverbindungen. Sand, Quarz, Granit, Ton und Feldspat bestehen zu grossen Teilen daraus.
Im deutschen Sprachgebrauch stehen «Silicium» und «Silizium» für dasselbe Element; die Schreibweise mit c ist die fachlich gebräuchliche. Nicht zu verwechseln ist es mit Silikon – das ist ein synthetischer Kunststoff auf Siliciumbasis und etwas ganz anderes.
Als Kieselsäure bezeichnet man die Verbindungen von Siliciumdioxid mit Wasser. Sie ist die Form, in der Silicium in Pflanzen und in vielen Nahrungsergänzungsmitteln vorliegt.
Wo kommt Silicium in der Ernährung vor?
Pflanzen nehmen Kieselsäure über die Wurzeln auf und lagern sie in ihren Stützgeweben ein. Entsprechend finden sich höhere Gehalte in:
| Getreide | Hafer, Hirse, Gerste, Vollkornprodukte |
| Pflanzen mit Stützgewebe | Bambus, Ackerschachtelhalm, Brennnessel |
| Gemüse | Kartoffeln, Paprika, Gurken (v. a. in der Schale) |
| Getränke | Mineralwasser, Bier |
Weil Silicium vor allem in Randschichten und Schalen sitzt, senken starkes Ausmahlen und Schälen den Gehalt deutlich – Weissmehl enthält erheblich weniger als Vollkorn.
Welche Formen gibt es im Handel?
Silicium-Ergänzungen unterscheiden sich vor allem darin, aus welcher Quelle das Mineral stammt und in welchem Zustand es vorliegt:
| Kolloidale Kieselsäure | Feinste Teilchen schweben in Wasser. Flüssig, meist geschmacksneutral, frei dosierbar. |
| Kieselerde | Gemahlenes Sedimentgestein aus fossilen Kieselalgen. Pulver, Kapseln oder Gel. |
| Pflanzenextrakte | Aus Bambus oder Ackerschachtelhalm gewonnen, meist als Kapseln. |
| Siliciumdioxid als Zusatz | Kommt in Lebensmitteln als Rieselhilfe (E 551) vor – kein Ergänzungsmittel, sondern ein technischer Hilfsstoff. |
Was bedeuten «kolloidal» und «amorph»?
Kolloidal bezeichnet keinen Stoff, sondern einen Verteilungszustand. Feinste Teilchen schweben gleichmässig in einer Flüssigkeit, ohne sich darin aufzulösen und ohne sich abzusetzen: gross genug, um nicht gelöst zu sein, klein genug, um in der Schwebe zu bleiben. Milch ist ein alltägliches Beispiel für ein Kolloid.
Amorph heisst «ohne Kristallstruktur». Die Unterscheidung ist bei Kieselsäure wesentlich: Amorphe Kieselsäure ist die Form, die in Lebensmitteln und Ergänzungen verwendet wird. Kristalline Formen wie Quarzstaub sind davon klar zu trennen und haben in Lebensmitteln nichts zu suchen.
Worauf sollte ich bei Silicium achten?
- Deklarierte Menge: Wird angegeben, wie viel Silicium eine Tagesportion enthält – oder nur, wie viel Kieselsäure beziehungsweise Extrakt? Das sind unterschiedliche Zahlen.
- Amorph statt kristallin: Für Lebensmittel kommt ausschliesslich amorphe Kieselsäure in Frage.
- Zutatenliste: Je kürzer, desto klarer. Flüssige Zubereitungen kommen ohne Kapselhülle, Fliessmittel und Presshilfsstoffe aus.
- Dosierhilfe: Pumpspender oder Messbecher machen die Menge reproduzierbar – bei flüssigen Formen der entscheidende Praxisunterschied.
- Herkunft und Analytik: Wird auf Schwermetalle geprüft? Bei mineralischen Rohstoffen ist das besonders relevant.
Warum hier keine Wirkaussagen zu Silicium stehen
Für Silicium beziehungsweise Kieselsäure bestehen keine zugelassenen nährstoffbezogenen Angaben. Es ist auch kein Nährstoffbezugswert festgelegt, weshalb sich kein Prozentwert ausweisen lässt. Aussagen zu Körperfunktionen, wie sie zu Silicium häufig zu lesen sind, wären rechtlich unzulässig – wir verzichten deshalb bewusst darauf und beschreiben ausschliesslich Herkunft, Form, Menge und Dosierung.
Unser Silicium bei Sanasis
Aus dieser Kategorie führen wir ein Produkt: Kolloidales Silicium – eine flüssige Zubereitung aus lediglich zwei Zutaten, hochreinem Wasser und amorpher kolloidaler Kieselsäure, dosiert über einen Pumpspender. Es ist vegan sowie gluten- und lactosefrei.
Wie viel Silicium eine Tagesportion enthält, wie lange eine Flasche reicht und wie das Trägerwasser aufbereitet wird, steht auf der Produktseite von Kolloidalem Silicium. Weitere Mineralien und Spurenelemente sind unter Mikronährstoffe zusammengefasst.
Häufige Fragen zu Silicium
Heisst es Silicium oder Silizium?
Beides bezeichnet dasselbe Element. Die Schreibweise mit c folgt der internationalen Nomenklatur und ist im Fachgebrauch üblich, die Variante mit z ist im Deutschen ebenso geläufig.
Ist Silicium dasselbe wie Silikon?
Nein. Silikone sind synthetische Polymere, die Silicium enthalten – etwa in Dichtungsmassen oder Implantaten. Mit Kieselsäure in Lebensmitteln haben sie nichts zu tun.
Worin unterscheiden sich Kieselerde und kolloidale Kieselsäure?
Kieselerde ist gemahlenes Sedimentgestein aus fossilen Kieselalgen und wird als Pulver, Kapsel oder Gel angeboten. Kolloidale Kieselsäure ist eine flüssige Zubereitung, in der feinste Teilchen in Wasser schweben. Beide liefern Silicium, unterscheiden sich aber in Herkunft und Handhabung.
Gibt es einen empfohlenen Tagesbedarf?
Nein. Für Silicium ist kein Nährstoffbezugswert festgelegt und keine offizielle Zufuhrempfehlung definiert. Deshalb finden Sie zu Silicium auch keine Prozentangaben.
Ist Silicium für eine vegane Ernährung geeignet?
Das Mineral selbst ist mineralischen Ursprungs. Ob ein Produkt vegan ist, hängt an Kapselhülle und Hilfsstoffen; flüssige Zubereitungen sind es in der Regel.
Autor: Fachredaktion Sanasis AG
Fachlich geprüft: Qualitätssicherung & Regulatory, Sanasis AG
Zuletzt geprüft am 31.07.2026
Sanasis AG – seit über 35 Jahren im Schweizer Gesundheitsmarkt.
Pflichthinweis Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge nicht überschreiten. Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Einnahme von Medikamenten oder gesundheitlichen Fragen halten Sie bitte vorab Rücksprache mit einer Fachperson.