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Astaxanthin aus Mikroalgen kaufen
Diese Kategorie versammelt die Astaxanthin-Produkte von Sanasis. Astaxanthin ist ein tiefrotes Carotinoid, das in der Süsswasser-Grünalge Haematococcus pluvialis gebildet wird. Auf dieser Seite finden Sie die sachliche Einordnung des Stoffs – Chemie, Herkunft, Gewinnung und Darreichungsformen.
Was Astaxanthin chemisch ist
Astaxanthin gehört zur Stoffgruppe der Carotinoide und dort zur Untergruppe der Xanthophylle – das sind Carotinoide, die neben Kohlenstoff und Wasserstoff auch Sauerstoff im Molekül tragen. Die Summenformel lautet C40H52O4. Charakteristisch sind zwei endständige Ringe mit je einer Keto- und einer Hydroxygruppe, weshalb Astaxanthin auch als Ketocarotinoid bezeichnet wird. Dazwischen liegt eine lange Kette konjugierter Doppelbindungen; genau diese Kette absorbiert Licht im blaugrünen Bereich und lässt den Stoff für das Auge tiefrot bis rotorange erscheinen.
Wie alle Carotinoide ist Astaxanthin fettlöslich und in Wasser praktisch unlöslich. Es reagiert empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff – ein Grund dafür, dass es in Nahrungsergänzungsmitteln meist in Öl gelöst und in blickdichte Weich- oder Hartkapseln abgefüllt wird.
In der Natur ist Astaxanthin weit verbreitet: Es verleiht Lachs, Forelle, Krill, Garnelen, Hummer und dem Gefieder von Flamingos ihre rosa bis rote Färbung. Diese Tiere bilden den Farbstoff nicht selbst, sondern nehmen ihn über die Nahrungskette auf – am Anfang dieser Kette stehen Mikroalgen.
Die Alge Haematococcus pluvialis
Die wichtigste natürliche Quelle für Astaxanthin ist die einzellige Süsswasser-Grünalge Haematococcus pluvialis. Unter guten Bedingungen ist sie grün, beweglich und teilt sich rasch. Wird sie jedoch Stressbedingungen ausgesetzt – intensivem Licht, Nährstoffmangel oder erhöhtem Salzgehalt –, stellt sie ihr Wachstum ein, zieht ihre Geisseln ein und bildet eine dickwandige Dauerform, die sogenannte Zyste. In dieser Phase lagert die Zelle Astaxanthin in Öltröpfchen ein und färbt sich von Grün über Orange bis Blutrot. Diese Färbung gab der Alge ihren Namen: haema ist griechisch für Blut.
Für die Produktion wird dieser Zyklus gezielt nachgestellt. Zuerst wachsen die Algen in einer grünen Phase heran, danach folgt die rote Stressphase, in der sich der Farbstoff anreichert. Der Anbau erfolgt entweder in geschlossenen Photobioreaktoren aus Glas- oder Kunststoffröhren oder in überdachten Freilandbecken; geschlossene Systeme lassen sich besser vor Fremdorganismen und Umwelteinträgen schützen.
Gewinnung und Verarbeitung
Nach der roten Phase wird die Algenbiomasse aus dem Kulturmedium abgetrennt und schonend getrocknet. Weil die Zysten eine sehr widerstandsfähige Zellwand besitzen, folgt ein mechanischer Zellwandaufschluss – etwa über Kugelmühlen oder Hochdruckverfahren. Erst danach ist der Farbstoff überhaupt zugänglich.
Zur Extraktion wird überwiegend überkritisches Kohlendioxid eingesetzt. CO2 arbeitet bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen, hinterlässt keine Lösungsmittelrückstände und schont die empfindlichen Doppelbindungen. Das Ergebnis ist ein dickflüssiges, dunkelrotes Oleoresin, das anschliessend in einem Trägeröl standardisiert wird. Alternativ wird die aufgeschlossene Alge direkt als getrocknetes Pulver verarbeitet.
Im Algenextrakt liegt Astaxanthin grösstenteils verestert vor, also mit Fettsäuren verknüpft (Mono- und Diester). Synthetisch hergestelltes Astaxanthin dagegen ist unverestert und wird vor allem in der Aquakultur als Futtermittelzusatz verwendet; für Nahrungsergänzungsmittel wird in aller Regel die aus der Alge gewonnene Variante eingesetzt. Bei den Mengenangaben auf der Packung lohnt deshalb ein zweiter Blick: Entscheidend ist, wie viel reines Astaxanthin pro Tagesportion deklariert ist – nicht, wie viel Algenextrakt oder Oleoresin enthalten ist.
Darreichungsformen
Weil Astaxanthin fettlöslich ist, bestimmt die Formulierung, in welcher Form der Stoff überhaupt verarbeitet werden kann. In der Praxis sind drei Bauweisen verbreitet:
- Ölige Zubereitung in Kapseln: Das Oleoresin wird in einem Speiseöl gelöst und in Kapseln abgefüllt. Die geschlossene, lichtgeschützte Hülle hält Sauerstoff und Licht vom Inhalt fern.
- Algenpulver: Die aufgeschlossene, getrocknete Alge wird ohne Extraktionsschritt gekapselt – hier ist die Begleitmatrix der Alge mit enthalten.
- Liposomale Zubereitung: Der fettlösliche Stoff wird in Phospholipid-Bläschen (Liposomen) eingeschlossen. Diese Bauweise erlaubt eine flüssige, wasserbasierte Darreichung, obwohl der Stoff selbst nicht wasserlöslich ist.
Unabhängig von der Form gilt für die Lagerung dasselbe: kühl, trocken und vor direktem Licht geschützt aufbewahren, angebrochene flüssige Zubereitungen verschlossen halten.
Die Astaxanthin-Produkte von Sanasis
Sanasis führt Astaxanthin in zwei unterschiedlichen Bauweisen – als klassische Kapsel in zwei Mengenstufen und als liposomale Zubereitung:
- VegAstin® 4mg – die kleinere Mengenstufe der Kapselreihe auf Basis von Astaxanthin aus Haematococcus pluvialis.
- VegAstin® 8mg – dieselbe Reihe mit der höheren Deklaration je Kapsel.
- Liposomales Astaxanthin plus – eine liposomale Zubereitung, bei der der fettlösliche Farbstoff in Phospholipid-Strukturen eingebettet ist.
Die genaue Zusammensetzung, die Portionsangaben und die Verzehrsempfehlung des jeweiligen Produkts entnehmen Sie bitte der Produktseite und der Verpackung. Sie haben Fragen zur Auswahl oder zur Verarbeitung? Schreiben Sie uns an info@sanasis.ch.
Einordnung als Nahrungsergänzungsmittel
Astaxanthin ist weder ein Vitamin noch ein Mineralstoff. Lebensmittelrechtlich wird es zu den «anderen Stoffen» im Sinne der Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung gezählt. Für diese Gruppe ist kein Nährstoffbezugswert (NRV) festgelegt, und für Astaxanthin existiert kein zugelassener gesundheitsbezogener Claim. Aus diesem Grund beschreiben wir Astaxanthin auf dieser Seite ausschliesslich sachlich: Herkunft, Chemie, Gewinnung und Verarbeitung. Nahrungsergänzungsmittel mit Astaxanthin unterliegen den schweizerischen Vorgaben für Nahrungsergänzungsmittel; die auf der Packung angegebene Verzehrsmenge ist massgeblich.
Pflichthinweise
- Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
- Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden.
- Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG · zuletzt aktualisiert am 04.08.2026.