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Inhalt: 60 Kapseln
Weihrauch: Harz, Gewinnung und Sortiment
Weihrauch ist das erhärtete Gummiharz von Bäumen der Gattung Boswellia. Es entsteht nicht von selbst am Baum: Erst wenn die Rinde angeritzt wird, tritt ein milchiger Saft aus, der an der Luft zu tropfenförmigen Stücken erstarrt. Der Handel nennt diese Stücke «Tränen».
Die Bäume der Gattung Boswellia
Die Gattung umfasst rund zwanzig Arten. Sie wachsen in heissen Trockengebieten: am Horn von Afrika, auf der Arabischen Halbinsel und in Indien. Es sind kleine, oft krumme Bäume mit dicken Ästen. Sie stehen auf kargem Fels- und Kalkboden, und manche Arten haften mit einer verbreiterten Stammbasis regelrecht am nackten Gestein.
Drei Arten tragen den Welthandel. Boswellia sacra liefert die Ware aus Oman, Jemen und Somalia. Boswellia serrata wächst in Indien und heisst dort Salai; sie ist die Art, die in Nahrungsergänzungsmitteln am häufigsten auftaucht. Boswellia papyrifera stammt aus Äthiopien, Eritrea und dem Sudan und stellt mengenmässig den grössten Teil der Ausfuhr. Die Rinde vieler Arten blättert in dünnen, papierartigen Schichten ab. Genau darauf bezieht sich der Artname papyrifera, zu Deutsch papiertragend.
Anritzen, Ausfliessen, Erhärten
Der Milchsaft sitzt in Harzkanälen der Rinde. Diese Kanäle sind ein Wundverschluss des Baumes: Wird die Rinde verletzt, fliesst der Saft in den Riss und dichtet ihn ab. Die Ernte macht sich genau das zunutze.
Zuerst schabt der Sammler die lose Aussenrinde ab. Dann setzt er mit einem flachen Schabeisen einen Schnitt und hebt ein kleines Rindenstück heraus. Aus der Wunde quillt zäher, weisslicher Saft. An der Luft verdunstet ein Teil der flüchtigen Bestandteile, und die Masse erhärtet. Nach etwa zwei bis drei Wochen sind die Tropfen fest genug, um abgenommen zu werden. Danach wird derselbe Schnitt nachgeschärft, und der Vorgang wiederholt sich. Über eine Saison hinweg folgen mehrere Durchgänge am selben Baum.
Sortieren ist Handarbeit
Nach der Ernte wird die Ware gesiebt und von Hand verlesen. Sortiert wird nach vier Merkmalen: Grösse der Stücke, Form, Farbe und Reinheit. Grosse, helle, fast durchscheinende Tränen bilden die oberste Klasse. Kleine Bruchstücke, dunkle Ware und Material mit Rindeneinschlüssen stehen am unteren Ende. Die Klassennamen stammen aus den Anbauländern; in Oman heisst die Spitzenqualität aus dem Bergland Hojari. Es sind Handelsbegriffe, keine botanischen Angaben.
Woraus das Harz besteht
Fachlich ist Weihrauch ein Gummiharz. Er zerfällt in drei Fraktionen: einen in Alkohol löslichen Harzanteil, einen in Wasser löslichen Gummianteil und wenige Prozent ätherisches Öl. Legt man ein Stück in Wasser, quillt das Gummi, und die Träne zerfällt zu einer trüben Emulsion. Im Harzanteil stehen die Boswelliasäuren, fünfringige Triterpensäuren, die bislang nur aus dieser Gattung bekannt sind. Das ätherische Öl bestimmt den Geruch beim Verglimmen; es besteht überwiegend aus Terpenen, darunter Alpha-Pinen.
Räucherwerk und Handelswege
Weihrauch war in der Antike eine Fernhandelsware. Karawanen brachten ihn von Südarabien nordwärts; die Routen heissen bis heute Weihrauchstrasse. Die UNESCO nahm Stätten dieses Handels in Oman im Jahr 2000 unter dem Namen «Das Weihrauchland» in die Welterbeliste auf. Als Räucherstoff ist das Harz bis heute in Gebrauch, unter anderem in der christlichen Liturgie.
Das Sortiment
In dieser Kategorie führen wir ein Erzeugnis: Liponova® Kurkuma Weihrauch 185 forte. Es verbindet einen Extrakt aus Boswellia serrata mit einem Extrakt aus Kurkuma, botanisch Curcuma longa, in einer Kapsel. Die Dose fasst 60 Kapseln, die Verzehrsempfehlung lautet ein bis zwei Kapseln täglich. Ein Extrakt ist kein gemahlenes Harz: Ein Lösungsmittel zieht bestimmte Bestandteile heraus, danach wird es entfernt und der Rückstand getrocknet. Die genaue Zusammensetzung steht auf der Produktseite.
| Gattung | Boswellia, Familie Burseraceae (Balsambaumgewächse) |
| Handelsarten | Boswellia sacra, Boswellia serrata, Boswellia papyrifera |
| Verwendeter Teil | Gummiharz aus der angeritzten Rinde |
| Aufbau | Harz, Gummi und ätherisches Öl |
| Stoffgruppe | Boswelliasäuren, fünfringige Triterpensäuren |
| Form im Sortiment | Kapsel mit Extrakt, Dose à 60 Stück |
| Zugelassene Angabe | keine |
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben sind nur erlaubt, wenn ihr Wortlaut in Anhang 14 der Verordnung des EDI betreffend die Information über Lebensmittel (SR 817.022.16) steht. Für Weihrauch führt diese Liste keinen Eintrag. Zu diesem Stoff ist deshalb keine gesundheitsbezogene Angabe zulässig. Gemeint ist dieser Stoff: Anhang 14 enthält durchaus Wortlaute zu pflanzlichen Stoffen, für das Harz der Gattung Boswellia enthält er keinen.
Anhang 1 der Verordnung des EDI über Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, Pilze und Speisesalz (SR 817.022.17) führt die Pflanzen und Pflanzenteile auf, die in Lebensmitteln nicht verwendet werden dürfen. Boswellia steht dort nicht. Ein fehlender Eintrag ist kein Verbot, sagt aber auch nichts über die Einordnung eines einzelnen Erzeugnisses aus.
Als Nahrungsergänzungsmittel gilt für die Kapsel zusätzlich die Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (SR 817.022.14). Sie regelt unter anderem die zulässigen Darreichungsformen und die Kennzeichnung.
Häufige Fragen
Was ist Weihrauch genau?
Das erhärtete Gummiharz von Bäumen der Gattung Boswellia. Es tritt nach einem Schnitt in die Rinde aus und wird an der Luft fest. Die einzelnen Stücke heissen im Handel Tränen.
Warum sind manche Tränen hell und andere dunkel?
Weil sie aus verschiedenen Durchgängen stammen. Der erste Schnitt liefert meist trübere Ware mit Rindenteilchen, spätere Durchgänge hellere und klarere Stücke. Auch Art und Herkunft spielen mit.
Was unterscheidet ein Extrakt vom Harz?
Der Arbeitsschritt dazwischen. Beim Extrakt löst ein Lösungsmittel bestimmte Bestandteile aus dem Harz heraus, danach wird es entfernt. Übrig bleibt ein Konzentrat, kein vollständiges Harz.
Gibt es für Weihrauch eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe?
Nein. Anhang 14 der Verordnung über die Information über Lebensmittel führt für Weihrauch keinen Wortlaut. Deshalb macht diese Seite keine gesundheitsbezogene Angabe.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG. Zuletzt geprüft am 13.08.2026.