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Inhalt: 250 ml
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Inhalt: 90 Kapseln
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Inhalt: 300 Kapseln
VegAstin®: Astaxanthin aus der Blutregenalge
Astaxanthin ist ein Carotinoid, also ein fettlöslicher Naturfarbstoff. Gewonnen wird es hier aus der Süsswasseralge Haematococcus pluvialis. In dieser Kategorie führen wir den Algenextrakt als Kapsel und als flüssige liposomale Zubereitung.
Für Astaxanthin führt die Angabenliste keinen Wortlaut. Diese Seite beschreibt daher Stoff, Herkunft und Verfahren und nennt keine Wirkung.
Ein Farbstoff aus der Carotinoid-Familie
Carotinoide sind die Naturfarbstoffe, die vielen Pflanzen und Tieren ihre gelben, orangen und roten Töne geben. Beta-Carotin in der Karotte gehört dazu, Lycopin in der Tomate ebenfalls. Astaxanthin steht am roten Ende dieser Reihe.
Es ist fettlöslich und nicht wasserlöslich. In der Natur färbt es Lachse, Krebstiere und die Federn von Flamingos. Diese Tiere bilden den Stoff nicht selbst, sondern nehmen ihn über die Nahrungskette auf. Am Anfang dieser Kette stehen Algen.
Warum die Alge den Stoff erst unter Stress bildet
Haematococcus pluvialis ist eine einzellige Süsswasseralge; auf Deutsch heisst sie Blutregenalge. Der Artname pluvialis kommt vom lateinischen Wort für Regen. Die Alge besiedelt Regenpfützen, Vogeltränken und ähnliche kleine Wasseransammlungen, die zeitweise austrocknen. Dieser Wechsel zwischen nass und trocken prägt ihren Lebenslauf. Solange sie genug Nährstoffe und gemässigtes Licht hat, lebt sie als grüner, beweglicher Einzeller und vermehrt sich. Astaxanthin lagert sie in dieser Phase kaum ein.
Das ändert sich, wenn die Bedingungen schlecht werden. Bei Nährstoffmangel, starkem Licht oder Austrocknung stellt die Zelle das Wachstum ein, bildet eine dicke Wand und geht in ein Ruhestadium über. Dabei lagert sie Astaxanthin ein und färbt sich tiefrot. Der Farbstoff wirkt für die Alge wie ein Sonnenschirm: Er nimmt Lichtenergie auf, bevor sie im Zellinneren Schaden anrichtet.
Für die Kultivierung folgt daraus ein zweistufiges Verfahren. In der ersten Stufe wird die Alge unter guten Bedingungen vermehrt, meist in geschlossenen Glasröhren, durch die das Wasser umgewälzt wird. In der zweiten Stufe setzt man sie gezielt unter Stress, damit sie den Farbstoff einlagert. Erst danach wird geerntet.
Von der Zelle zum Öl
Die Ruhezelle ist von einer sehr widerstandsfähigen Wand umgeben. Sie muss mechanisch aufgebrochen werden, sonst bleibt der Farbstoff eingeschlossen. Danach wird die Biomasse schonend getrocknet.
Für die Extraktion ist ein fettliebendes Lösungsmittel nötig. Üblich ist überkritisches Kohlendioxid: CO2 wird unter Druck in einen Zustand zwischen Gas und Flüssigkeit gebracht, löst dort fettlösliche Stoffe und verflüchtigt sich anschliessend rückstandsfrei. Der gewonnene Extrakt wird in einem Speiseöl aufgenommen, denn als trockenes Pulver liesse sich ein fettlöslicher Stoff nur schwer verarbeiten.
Das Sortiment
Vier Erzeugnisse stehen zur Wahl; sie unterscheiden sich in der Darreichungsform, im Gehalt je Kapsel und in der Packungsgrösse.
VegAstin® 4mg ist die Kapsel mit Olivenöl als Träger, in der Dose zu 90 Stück. VegAstin® 4mg, Dose zu 300 Stück führt dieselbe Rezeptur; der Unterschied liegt allein in der Füllmenge. VegAstin® 8mg trägt den doppelten Gehalt je Kapsel, weshalb die Tagesmenge eine Kapsel statt zwei beträgt. Diese Kapsel besteht aus SeaGel®, einer pflanzlichen Hülle aus modifizierter Maisstärke und Carrageen, und verwendet Distelöl als Träger. Die Dose fasst 60 Stück.
Liposomales Astaxanthin plus ist keine Kapsel, sondern eine Flüssigkeit in der Flasche zu 250 Millilitern, dosiert mit dem Messbecher. «Liposomal» beschreibt die Zubereitung: Der Extrakt ist in winzige Bläschen aus Lecithin eingeschlossen. Die Rezeptur führt zusätzlich OPC mit, eine Gruppe von Pflanzenstoffen mit dem Namen oligomere Proanthocyanidine. Alle Angaben zu Zusammensetzung und Verzehr stehen auf den jeweiligen Produktseiten.
| Warengruppe | Nahrungsergänzungsmittel mit Algenextrakt |
| Charakteristischer Stoff | Astaxanthin, ein Carotinoid |
| Quelle | Haematococcus pluvialis, biologischer Anbau |
| Löslichkeit | fettlöslich, daher ein öliger Träger |
| Darreichungsformen | Kapsel, flüssige liposomale Zubereitung |
| Zugelassene Angabe | keine |
Rechtliche Einordnung
Anhang 14 der Verordnung des EDI betreffend die Information über Lebensmittel (SR 817.022.16) enthält für Astaxanthin keinen Eintrag. Damit gibt es für diesen Stoff keine gesundheitsbezogene Angabe, die verwendet werden dürfte. Zulässig ist nur, was dort wörtlich steht; eine eigene Formulierung wird durch nichts zulässig.
Auch Anhang 1 der Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (SR 817.022.14) führt Astaxanthin nicht auf. Für sonstige Stoffe ist diese Liste nicht abschliessend: Ein fehlender Eintrag bedeutet weder eine Zulassung noch ein Verbot, sondern nur, dass dort keine besondere Höchstmenge festgelegt ist.
Häufige Fragen
Was ist Astaxanthin?
Ein tiefroter Naturfarbstoff aus der Gruppe der Carotinoide. Er ist fettlöslich und kommt in Algen, Krebstieren und Lachsen vor.
Warum wird die Alge rot?
Weil sie unter schlechten Bedingungen in ein Ruhestadium wechselt und dabei Astaxanthin einlagert. Erst dieser Zustand liefert nennenswerte Mengen des Farbstoffs.
Warum enthalten die Kapseln Öl?
Weil Astaxanthin fettlöslich ist. Ein öliger Träger ist bei Carotinoiden üblich; das ist eine Frage der Zubereitung und keine Aussage über eine Wirkung.
Was unterscheidet die vier Erzeugnisse?
Darreichungsform, Gehalt je Kapsel und Füllmenge. Zwei Erzeugnisse führen 4 Milligramm je Kapsel, eines führt 8 Milligramm, und eines ist flüssig statt fest.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG. Zuletzt geprüft am 13.08.2026.