Maca forte: die Knolle ist botanisch ein verdicktes Hypokotyl
Maca (Lepidium meyenii Walp.) ist eine Kulturpflanze aus den peruanischen Zentralanden und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Genutzt wird ihr unterirdisches Speicherorgan.
Diese Kategorieseite beschreibt die Pflanze und den Rohstoff. Die Rezeptur steht auf der Produktseite. Eine gesundheitsbezogene Angabe wird hier nicht geführt.
Ein Kreuzblütler, kein Wurzelgemüse im engeren Sinn
Maca steht in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) — derselben Familie wie Kohl, Senf und das Radieschen (Raphanus sativus). Noch enger ist die Verwandtschaft zur Gartenkresse: Lepidium sativum gehört zur gleichen Gattung Lepidium wie Maca selbst. Wer die Pflanze einordnen will, denkt also besser an Kresse als an eine Wurzelfrucht.
Das passt zum zweiten Punkt. Das essbare Organ wird im Handel «Maca-Wurzel» genannt, ist aber überwiegend ein verdicktes Hypokotyl — der Sprossabschnitt zwischen den Keimblättern und dem Wurzelansatz — zusammen mit dem oberen Teil der Pfahlwurzel. Die botanische und die pharmakognostische Literatur bezeichnet den geernteten Teil deshalb konsequent als Hypokotyl. Ein Wurzelgemüse im engeren Sinn, wie es die Karotte ist, liegt hier nicht vor.
Was die Höhenlage für die Pflanze bedeutet
Angebaut wird Maca in der Puna der peruanischen Zentralanden, in Höhen von etwa 3500 bis 4500 Metern. Auf dieser Stufe wächst kaum noch eine Kulturpflanze. Die Nächte bringen Frost, mittags steht die Sonne mit hoher UV-Strahlung über kargem, steinigem Boden, und der Luftdruck ist niedrig. Die Pflanze reagiert darauf mit einer flach am Boden liegenden Blattrosette und einem Speicherorgan unter der Erdoberfläche, wo die Temperatur weniger schwankt. Ausgesät wird zu Beginn der Regenzeit, geerntet nach mehreren Monaten.
Gelb, rot, schwarz — die Farbe ist ein Auslesemerkmal
Ein Maca-Feld liefert kein einheitliches Erntegut. Die Hypokotyle fallen in unterschiedlichen Farbtönen an, und in der Fachliteratur sind zahlreiche Abstufungen beschrieben. Im Handel unterscheidet man üblicherweise drei Gruppen: gelb, rot und schwarz. Gelb gilt als der häufigste Farbtyp.
Entscheidend ist, wie diese Gruppen entstehen. Sie sind keine getrennt angebauten Sorten im Sinne fest gezüchteter Kultivare, sondern werden nach der Ernte von Hand ausgelesen. Die Farbe ist damit ein Sortiermerkmal, keine Anbauentscheidung. Wer eine einfarbige Ware anbietet, hat sie aussortieren lassen — und das erklärt, warum farbreine Chargen aufwendiger zu beschaffen sind als gemischte.
Trocknen und Kochen: die überlieferte Aufbereitung
Nach der Ernte bleiben die Hypokotyle im Freien liegen und trocknen an Sonne und Wind über Wochen. Erst danach werden sie zubereitet, und zwar gegart: gekocht, gebacken, als Brei oder als vergorenes Getränk. Roh isst man Maca in den Anbaugebieten nicht. Dafür gibt es zwei nüchterne Gründe. Frisch ist das Organ hart und stärkehaltig, also küchentechnisch unpraktisch; und getrocknet lässt sich eine Ernte in grosser Höhe über Monate lagern, ohne dass sie verdirbt. Das Trocknen ist damit zuerst eine Konservierung, nicht eine Veredelung.
Was rechtlich gilt
Für Maca besteht in der Schweiz keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Auf dieser Seite steht deshalb keine Aussage darüber, was der Stoff im Körper täte — und das ist kein Versehen, sondern die Rechtslage.
Maca ist auch in Anhang 1 der Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (SR 817.022.14) nicht aufgeführt. Daraus folgt kein Verbot: Teil B dieses Anhangs, der die sonstigen Stoffe erfasst, ist nicht abschliessend. Über die Verkehrsfähigkeit entscheidet dann das Novel-Food-Recht, und massgeblich ist dort der nennenswerte Verzehr in der EU vor dem 15. Mai 1997. Ob ein Erzeugnis die ganze getrocknete Knolle verwendet oder einen isolierten Extrakt, ist für diese Frage erheblich.
Das Erzeugnis dieser Kategorie
Aus dieser Kategorie führen wir eine Rezeptur: Maca forte Bio. Sie verwendet kein einfaches Trockenpulver, sondern ein entstärktes Konzentrat im Verhältnis 6:1 — der Stärkeanteil wird also reduziert und die verbleibende Trockenmasse zusammengezogen. Was das für die Kapsel, die Verzehrsempfehlung und die Reichweite einer Packung bedeutet, gehört zur Rezeptur und steht auf der Produktseite. Die vollständige Zutatenliste und die Nährwertangaben finden Sie dort in den separaten Feldern unterhalb des Textes.
Pflichthinweise
- Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
- Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden.
- Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktion Sanasis AG · zuletzt geprüft am 12.08.2026. Diese Seite beschreibt Pflanze, Rohstoff und Rechtslage und führt keine gesundheitsbezogene Angabe.