MSM – Methylsulfonylmethan und organischer Schwefel
MSM ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan – eine organische Schwefelverbindung, die natürlicherweise in Pflanzen, Tieren und im Menschen vorkommt. Auf dieser Seite geht es um den Stoff selbst: woher er stammt, in welchen Formen er angeboten wird und worauf beim Kauf zu achten ist. Das konkrete Produkt finden Sie weiter unten.
Was ist Methylsulfonylmethan chemisch?
Methylsulfonylmethan hat die Summenformel C2H6O2S. Der Name beschreibt den Aufbau: zwei Methylgruppen, die an eine Sulfonylgruppe gebunden sind. In dieser Sulfonylgruppe sitzt das Schwefelatom – organisch gebunden, nicht als freies Mineral.
Bei Raumtemperatur ist MSM ein geruchloses, weisses und kristallines Pulver, das sich gut in Wasser löst. Chemisch verwandt ist es mit DMSO (Dimethylsulfoxid); MSM ist dessen oxidierte, geruchsfreie Form.
Der Unterschied zu anorganischem Schwefel ist wesentlich: In Mineralverbindungen wie Sulfaten liegt Schwefel als Salz vor. In MSM ist er an Kohlenstoff gebunden – daher die Bezeichnung organischer Schwefel.
Wo kommt organischer Schwefel vor?
MSM entsteht in der Natur als Teil eines Kreislaufs: Meeresalgen geben Schwefelverbindungen an die Atmosphäre ab, wo sie unter UV-Licht zu DMSO und weiter zu MSM umgewandelt werden. Über Niederschlag gelangen sie zurück in Böden und Pflanzen. Auch Mikroorganismen im Boden bilden MSM.
In der Ernährung steckt organischer Schwefel vor allem in eiweissreichen Lebensmitteln und in bestimmten Gemüsearten:
| Tierische Eiweissquellen | Eier, Fisch, Fleisch, Milchprodukte |
| Kohlgemüse | Broccoli, Grünkohl, Rosenkohl, Blumenkohl |
| Zwiebelgewächse | Knoblauch, Zwiebeln, Lauch |
| Nüsse und Samen | Mandeln, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne |
Der Gehalt schwankt stark. Lange Lager- und Transportzeiten sowie starke Erhitzung senken ihn, weil MSM flüchtig ist und sich in Wasser löst – beim Kochen geht ein Teil ins Kochwasser über.
In welchen Formen wird MSM angeboten?
Im Handel finden sich im Wesentlichen drei Varianten. Sie unterscheiden sich in Handhabung und Zusammensetzung, nicht in der Substanz selbst:
| Reines Pulver | Frei dosierbar, meist die günstigste Form je Gramm. Geschmacklich deutlich wahrnehmbar, bitter. |
| Kapseln | Feste Portionierung, kein Eigengeschmack, unterwegs praktisch. Zusätzlich enthalten ist die Kapselhülle. |
| Kombinationen | MSM zusammen mit weiteren Stoffen wie Glucosamin, Chondroitin oder Mikronährstoffen in einer Rezeptur. |
Worauf sollte ich bei MSM achten?
Weil MSM chemisch eine einfache, einheitliche Verbindung ist, entscheiden vor allem Herstellung und Reinheit über die Qualität. Sinnvolle Prüfpunkte:
- Reinheitsgrad und Analytik: Ist eine Chargenanalyse hinterlegt? Wird auf Schwermetalle geprüft?
- Zusätze: Kommt die Rezeptur ohne Aroma-, Konservierungs- und Farbstoffe aus? Wird bei Kapseln auf Geliermittel verzichtet?
- Deklarierte Menge je Portion: Ist angegeben, wie viel MSM eine Tagesportion tatsächlich enthält – nicht nur, wie viel Pulver in der Kapsel steckt?
- Herkunft der Begleitstoffe: Bei Kombinationen ist entscheidend, woher etwa Glucosamin und Chondroitin stammen. Marine Quellen bedeuten ein Allergen und schliessen eine vegane Ernährung aus.
- Herstellungsland: Wo wird abgefüllt und unter welchen Standards?
Warum hier keine Wirkaussagen zu MSM stehen
Für MSM, Glucosamin und Chondroitin bestehen keine zugelassenen nährstoffbezogenen Angaben. Zu diesen Stoffen dürfen wir weder eine Wirkung beschreiben noch Studien anführen. Im Internet kursieren zu MSM zahlreiche Aussagen, die für ein Nahrungsergänzungsmittel rechtlich nicht zulässig sind – Sanasis distanziert sich davon ausdrücklich. Zulässig sind ausschliesslich Angaben zu Nährstoffen, die amtlich zugelassen sind und in ausreichender Menge enthalten sein müssen, etwa Mangan oder Vitamin E.
Geregelt ist dagegen die Menge: Anhang 1 Teil B der Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (SR 817.022.14) führt Methylsulfonylmethan mit einer Höchstmenge von 1000 mg je empfohlener täglicher Verzehrsmenge. Anhang 2 derselben Verordnung nennt MSM als zulässige Quelle.
Unser MSM bei Sanasis
Aus dieser Kategorie führen wir eine Rezeptur: MSM forte plus Glucosamin & Chondroitin kombiniert Methylsulfonylmethan mit Glucosamin und Chondroitin sowie mit Mangan und Vitamin E. Hergestellt wird in der Schweiz, ohne Aroma-, Konservierungs- und Farbstoffe, in einer Kapselhülle aus HPMC ohne Geliermittel.
Die genaue Zusammensetzung je Tagesportion, die Verzehrsempfehlung, die Reichweite einer Dose sowie die Hinweise zu Allergenen und Zielgruppen finden Sie auf der Produktseite von MSM forte plus. Wer Schwefelverbindungen im grösseren Zusammenhang der Mikronährstoffe einordnen möchte, findet weitere Produkte unter Mikronährstoffe.
Häufige Fragen zu MSM
Wofür steht die Abkürzung MSM?
Für Methylsulfonylmethan. Der Name gibt die chemische Struktur wieder: zwei Methylgruppen an einer Sulfonylgruppe, in der das Schwefelatom sitzt.
Ist MSM dasselbe wie DMSO?
Nein, die beiden sind chemisch verwandt, aber nicht identisch. MSM ist die oxidierte Form von DMSO und im Gegensatz dazu geruchlos und fest. DMSO ist kein Lebensmittel.
Ist MSM ein Mineralstoff?
Nein. MSM ist eine organische Verbindung, die Schwefel enthält. Schwefel selbst zählt zu den Mengenelementen, MSM aber ist kein Mineralstoff im Sinne der Nährwertkennzeichnung und hat entsprechend auch keinen Nährstoffbezugswert.
Ist MSM vegan?
Die Substanz selbst ist es. Ob ein Produkt vegan ist, hängt an den Begleitstoffen und der Kapselhülle – Glucosamin und Chondroitin stammen häufig aus mariner Quelle. Der jeweilige Stand steht auf der Produktseite.
Wie wird MSM gelagert?
Kühl, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Pulverformen ziehen Feuchtigkeit an und sollten dicht verschlossen bleiben.
Autor: Fachredaktion Sanasis AG
Fachlich geprüft: Qualitätssicherung & Regulatory, Sanasis AG
Zuletzt geprüft am 31.07.2026
Sanasis AG – seit über 35 Jahren im Schweizer Gesundheitsmarkt.
Pflichthinweis Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge nicht überschreiten. Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Einnahme von Medikamenten oder gesundheitlichen Fragen halten Sie bitte vorab Rücksprache mit einer Fachperson.