VitalBase®: basische Mineralsalze mit Apfelpektin
VitalBase® ist ein Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform mit basischen Mineralsalzen und Apfelpektin. «Basisch» ist dabei eine chemische Beschreibung der verwendeten Salze, keine Aussage über eine Wirkung.
Diese Seite erklärt, was basische Mineralsalze sind, was die Verordnung dazu zulässt und wie das Erzeugnis aufgebaut ist.
Was ein basisches Mineralsalz ist
Ein Salz entsteht, wenn eine Säure und eine Base miteinander reagieren. Übrig bleibt eine Verbindung aus einem positiv geladenen Metallteilchen und einem negativ geladenen Säurerest. Bei den hier gemeinten Salzen ist das Metallteilchen ein Mineralstoff, zum Beispiel Magnesium, Kalium oder Calcium.
«Basisch» heisst: Löst man das Salz in Wasser, liegt der pH-Wert der Lösung über 7. Der pH-Wert ist eine Skala von 0 bis 14; 7 steht für neutral, kleinere Werte für sauer, grössere für basisch. Verantwortlich für die Einordnung ist der Säurerest. Drei Gruppen kommen in Betracht:
- Carbonate tragen den Säurerest der Kohlensäure, geschrieben CO32−. Calciumcarbonat ist der Hauptbestandteil von Kalkstein.
- Hydrogencarbonate, auch Bicarbonate genannt, tragen davon nur die halbe Ladung, geschrieben HCO3−. Natriumhydrogencarbonat ist als Natron bekannt.
- Citrate sind die Salze der Citronensäure, jener Säure, die Zitrusfrüchten ihren sauren Geschmack gibt. Ihr Säurerest ist ein deutlich grösseres Molekül als die beiden anderen.
Carbonate und Hydrogencarbonate setzen im Sauren Kohlendioxid frei; Citrate tun das nicht. Das ist der handwerkliche Grund, warum eine Rezeptur die eine oder die andere Gruppe wählt. VitalBase® ist auf Citrate aufgebaut: Kaliumcitrat, Calciumcitrat und Magnesiumcitrat.
Was die Verordnung ausdrücklich zulässt
Die Verordnung des EDI über Nahrungsergänzungsmittel (SR 817.022.14) widmet dieser Warengruppe einen eigenen Absatz. Artikel 2 Absatz 8 lautet wörtlich: «Für Nahrungsergänzungsmittel mit basischen Mineralstoffen sind basische Salze (Bicarbonate, Carbonate und Citrate) der Mineralstoffe Magnesium, Kalium oder Calcium zulässig.»
Der Satz nennt also beides abschliessend: die drei Salzgruppen und die drei Mineralstoffe. Damit steht die Zusammensetzung eines solchen Erzeugnisses nicht im Belieben des Herstellers. Weitere Mineralstoffe und Spurenelemente dürfen daneben enthalten sein, aber nach den allgemeinen Regeln der Verordnung, nicht über diesen Absatz.
Apfelpektin als Trägerstoff
Pektin ist ein Ballaststoff, also ein Kohlenhydrat, das der Dünndarm nicht aufspaltet. Chemisch ist es ein langes Kettenmolekül aus Galacturonsäure-Bausteinen. Pflanzen bauen es in ihre Zellwände ein, wo es als eine Art Kitt zwischen den Zellen wirkt.
Gewonnen wird Apfelpektin aus dem Trester, dem Pressrückstand der Apfelsaftherstellung. Der Trester wird mit angesäuertem Wasser ausgezogen, das Pektin anschliessend ausgefällt, gewaschen und getrocknet. In der Lebensmittelherstellung ist derselbe Stoff als Geliermittel E 440 bekannt; er lässt Konfitüre fest werden.
In VitalBase® ist das Apfelpektin mit einem Anteil von 33 Prozent der Trägerstoff, in den die Mineralsalze eingebettet sind. Es ersetzt damit die Füllstoffe, die ein Pulver sonst braucht.
Das Sortiment
Die Kategorie führt ein Erzeugnis: VitalBase®, ein loses Pulver in der Dose zu 300 Gramm. Es wird nicht geschluckt wie eine Kapsel, sondern eingerührt – in Wasser, Saft, Joghurt, Müesli oder eine Speise. Die empfohlene Menge sind zweimal täglich 7,5 Gramm. Ein Pulver hat gegenüber Kapsel und Pressling einen praktischen Vorteil: Die Menge lässt sich frei abmessen, und es gibt nichts zu schlucken. Die vollständigen Angaben zu Zusammensetzung und Verzehr stehen auf der Produktseite.
| Warengruppe | Nahrungsergänzungsmittel mit basischen Mineralstoffen |
| Darreichungsform | Pulver zum Einrühren, Dose 300 g |
| Salzgruppe | Citrate |
| Trägerstoff | Apfelpektin (33 %) deutscher Herkunft |
| Rechtsgrundlage | VNem Artikel 2 Absatz 8 |
| Zugelassene Angabe | auf dieser Seite keine verwendet |
Rechtliche Einordnung
Anhang 14 der Verordnung des EDI betreffend die Information über Lebensmittel (SR 817.022.16) kennt keinen Wortlaut zu einem «Säure-Basen-Haushalt». Diese Seite trifft dazu deshalb keine Aussage. Was die Liste kennt, sind Wortlaute zu einzelnen Nährstoffen, und jeder ist an eine Menge gebunden.
Zwei Beispiele zeigen, was das praktisch bedeutet. Für Pektine führt die Liste Wortlaute, die aber erst ab einer täglichen Aufnahme von 6 beziehungsweise 10 Gramm verwendet werden dürfen. Die empfohlene Tagesmenge von zweimal 7,5 Gramm liefert rund 5 Gramm Pektin; die Schwelle ist damit nicht erreicht. Für die enthaltenen Mineralstoffe gilt Artikel 3 Absatz 4 Buchstabe a der Nahrungsergänzungsmittelverordnung: Nötig sind je Tagesdosis mindestens 15 Prozent der Referenzmenge nach Anhang 10 Teil A LIV. Ob das zutrifft, entscheidet der deklarierte Gehalt des Erzeugnisses, nicht die Rezepturidee.
Häufige Fragen
Was heisst «basisch» bei einem Mineralsalz?
Dass die wässrige Lösung des Salzes einen pH-Wert über 7 hat. Der Begriff beschreibt das Verhalten des Stoffs in Wasser und sonst nichts.
Welche Salze darf ein Basenerzeugnis enthalten?
Bicarbonate, Carbonate und Citrate von Magnesium, Kalium oder Calcium. Diese Aufzählung steht in Artikel 2 Absatz 8 der Nahrungsergänzungsmittelverordnung.
Was ist Apfelpektin?
Ein Ballaststoff aus der Apfelfrucht. Er wird aus dem Pressrückstand der Saftherstellung gewonnen und dient hier als Trägerstoff des Pulvers.
Wie wird das Pulver verwendet?
Es wird eingerührt, nicht geschluckt. Üblich sind Wasser, Saft, Joghurt oder Müesli. Die empfohlene Menge steht auf der Produktseite.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Ausserhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Redaktionell verfasst und geprüft durch die Redaktion der Sanasis AG. Zuletzt geprüft am 13.08.2026.